| Triptis–Unterlemnitz–Blankenstein–Marxgrün | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke: | 556 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 6683 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 68,76 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Triptis–Marxgrün ist eine Nebenbahn in Thüringen und Bayern, welche einst durch die Preußische Staatsbahn erbaut und betrieben wurde. Sie führt von Triptis über Ziegenrück, Bad Lobenstein und Blankenstein nach Marxgrün. In Betrieb ist heute nur noch der Abschnitt zwischen Ebersdorf-Friesau und Blankenstein. In Thüringen ist die Strecke als Oberlandbahn, in Bayern als Höllentalbahn überregional bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Grundlage für den Bau der Höllentalbahn war ein Staatsvertrag zwischen den deutschen Staaten Bayern, Reuß jüngere Linie und Preußen vom 30. Januar 1897. Ab 1908 gab es durch die Strecke Hockeroda–Unterlemnitz eine durchgehende Verbindung von Bayern nach Saalfeld.
Eröffnungsdaten:
Die Grenze zwischen den Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen und den Preußischen Staatseisenbahnen verlief kurz vor dem Bahnhof Marxgrün beim Streckenkilometer 68,24, gerechnet vom ursprünglichen Ausgangspunkt der Strecke in Triptis. Diese Stelle markierte später auch die Grenze der Reichsbahndirektionen Erfurt und Regensburg.
Im Zweiten Weltkrieg diente die Strecke Triptis–Marxgrün als Umleitungsstrecke für den Nord-Südverkehr, da sie weit ab von den bombengefährdeten Ballungsgebieten lag. Um die Streckenkapzitäten zu erhöhen, wurden in den Kriegsjahren zwei zusätzliche Kreuzungsbahnhöfe eingerichtet. Auch der Sonderzug Adolf Hitlers verkehrte auf dem Weg von Berlin nach Berchtesgaden regelmäßig über die Strecke. Tagsüber wurde der Zug im Kesselfelstunnel bombensicher abgestellt, da aus Sicherheitsgründen nur nachts gefahren wurde. Während dieser Zeit ruhte jeglicher Zugverkehr.
Nach der Besetzung Thüringens durch die Rote Armee im Juni 1945 wurde aus der bayerisch-thüringischen Landesgrenze die Demarkationslinie zwischen amerikanischer und sowjetisch besetzter Zone Deutschlands. Der Zugverkehr über die Landesgrenze wurde deshalb am 3. Juni 1945 eingestellt. Die Grenzen der Eisenbahndirektionen wurden später den Landesgrenzen angepasst.
Die nördliche Teilstrecke behielt bis in die 1990er Jahre ihre Bedeutung im Personen- und Güterverkehr. In den Fahrplänen war die Verbindung als KBS 534 Triptis–Lobenstein (Thür) enthalten. Das Reststück bis Blankenstein war Teil der KBS 565 Saalfeld–Lobenstein (Thür)–Blankenstein.
Durchgehende Züge zwischen Triptis bzw. Saalfeld nach Blankenstein verkehrten zu Zeiten der DDR kaum noch. Insbesondere der Bahnhof Blankenstein befand sich im Sperrgebiet unmittelbar an der sog. Staatsgrenze West, was eine polizeiliche Kontrolle aller Reisenden notwendig machte. Aus dem Grunde verkehrten besondere Züge zwischen Lobenstein und Blankenstein. Diese Betriebsweise wurde erst nach der politischen Wende in der DDR 1990 aufgegeben.
1998 wurde der Reisezugverkehr zwischen Triptis und Unterlemnitz durch das Land Thüringen abbestellt. Seitdem wird nur noch das Teilstück Unterlemnitz–Blankenstein von Regionalbahnen in der Relation Saalfeld–Blankenstein befahren. Der Bahnhof Ebersdorf-Friesau mit dem Anschlussgleis eines großen Sägewerkes wurde fortan von Saalfeld aus bedient. Damit war die Strecke zwischen Triptis und Lobenstein faktisch ohne Verkehr. Spektakulär waren kurz vor der Stilllegung mehrere Schwerlasttransporte zum Umspannwerk Remptendorf. Am 1. Januar 2005 wurde der Abschnitt stillgelegt, ein Gleisrückbau erfolgte jedoch bis heute nicht.
Die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) hat die stillgelegte Strecke zwischen Triptis und Ebersdorf-Friesau zunächst bis zum 31. Dezember 2009[1] mit dem Ziel gepachtet, die Trasse zu sichern. Ein wichtiger Schritt hierzu, war die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig auf einen Eilantrag der DRE, dass die Eisenbahnbrücke über die Bundesautobahn 9 bei Moßbach bei der Verbreiterung der Autobahn nicht abgerissen werden darf.[2] Eine Streckenreaktivierung wird jedoch von der Thüringer Landesregierung nicht unterstützt, da "der Abschnitt Remptendorf–Triptis ... keine verkehrliche Bedeutung (hat)"[3] .
Im aktuellen Kursbuch der Deutschen Bahn 2007/2008 ist der Streckenabschnitt Triptis–Bad Lobenstein als KBS 556 enthalten.
Fortan wurde zwischen Lichtenberg und Marxgrün nur noch Güterverkehr von lokaler Bedeutung abgewickelt. Am 23. Mai 1971 wird der Verkehr eingestellt und die Strecke stillgelegt. Kurz vor dem Bahnhof Hölle wird die Anschlussstelle Wiede eingerichtet. Über diese Anschlussstelle wurde noch lange Zeit die im neben der Strecke liegende Kohlensäurewerk der Firma Wiede hergestellte Kohlensäure abtransportiert.
Am 6. September 1982 begann der Gleisabbau im Höllental. Am 30. Oktober 1987 endete die Bedienung der Firma Wiede und auch die Reststrecke wurde abgebaut. Ein Abriss der Brücken im Höllental erfolgte nicht, nur die Tunnel wurden aus Sicherheitsgründen zugemauert.
Nach der Gesamtstilllegung 1971 gründete sich in Hof eine Lokalbahn-Arbeitsgemeinschaft (LAG). Ziel der LAG war es, einen Museumsbetrieb auf der Höllentalbahn zu organisieren. Das Domizil der LAG war der Lokschuppen in Marxgrün. Dort stand auch schon eine Dampflok der Zuckerfabrik Regensburg von 1937 bereit. Die Instandsetzung der Strecke überstieg die finanziellen Möglichkeiten der LAG. Mittlerweile ist der Lokschuppen in Marxgrün leergeräumt. Das Gebäude befindet sich in einem sehr desolaten Zustand.
Das Fachwerk-Bahnhofsgebäude in Hölle sollte erhalten bleiben und als Haus des Gastes in dem Luftkurort eingerichtet werden. Diese Planungen aus dem Jahr 1977 konnten allerdings nicht verwirklicht werden. Das Gebäude wurde schließlich abgerissen und das Bahnhofsareal in eine Parkanlage umgestaltet.
Im ehemaligen Bahnhof Lichtenberg ist heute ein Informationszentrum des Naturparks Frankenwald eingerichtet. Dort ist ein funktionsfähiges Modell der Höllentalbahn im Maßstab 1:87 (H0) zu sehen. Die Anlage wird vom MEC 01 Münchberger Eisenbahnfreunde e.V. betreut. Vor dem Lichtenberger Bahnhof erinnern auf einem kurzen Gleisstück eine abgestellte Werksdampflok (Lok 3; Cfl; Babelsberg 1969/219189; FLC - 92061) der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein sowie einige Personen- und Güterwagen an den Bahnverkehr im Höllental.
Derzeit bemüht sich die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) um die Übernahme der Höllentalbahn (Blankenstein–Marxgrün)[4]. (Stand 06/2008)
Die Initiative Höllennetz [5] will die Strecke durch das Höllental reaktivieren, um vor allem für den Güterverkehr eine leistungsfähige Schienenverbindung zwischen Thüringen und Bayern zu schaffen.
Die in Blankenstein ansässige ZPR hat großes Interesse an einem Lückenschluss Richtung Bayern. Da bereits 63 Prozent der Produktion auf der Schiene befördert werden, ließe sich dieser Anteil durch eine direkte Anbindung nach Süden weiter erhöhen. Das Unternehmen will deshalb im Herbst 2008 eine Verkehrskonferenz zur Infrastrukturentwicklung im südlichen Saale-Orla-Kreis organisieren. Allerdings hat sich der Ministerpräsident Thüringens, Dieter Althaus (CDU) inzwischen gegen eine Streckenreaktivierung ausgesprochen.[6] .
Auf der Höllentalbahn kamen in den Anfangsjahren preußische Lokomotiven zum Einsatz[7]:
Später kamen Einheitslokomotiven dazu:
Auch Dieselloks fanden schließlich den Weg ins Höllental:
Hof–Bad Steben | Kronach–Nordhalben | Ludwigsstadt–Lehesten | Münchberg–Selbitz | Naila–Schwarzenbach | Neuses–Weißenbrunn | Pressig–Tettau | Triptis-Marxgrün | Untersteinach–Stadtsteinach
Cheb–Oberkotzau | Hof–Bad Steben | Holenbrunn–Leupoldsdorf | Holenbrunn–Selb | Kirchenlamitz–Weißenstadt | Münchberg–Selbitz | Münchberg–Zell | Naila–Schwarzenbach | Triptis–Marxgrün
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."