Begriffsgeschichte bezeichnet einen Zweig der Geisteswissenschaft, besonders der Geschichts- und Kulturwissenschaften, der sich mit der historischen Semantik von Begriffen auseinandersetzt. Dabei werden die Herkunft und der Bedeutungswandel der Begriffe als eine entscheidende Grundlage unseres heutigen Kultur-, Begriffs- und Sprachverständnisses verstanden. Das Wort taucht zuerst in Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte auf. Nicht geklärt ist, ob dieser Ausdruck von Hegel selbst geprägt wurde oder beim Verfassen der Vorlesungsnachschrift entstanden ist. Danach bezeichnete Hegel so einen Typ der sogenannten reflektierten Geschichte, die als Geschichte der Kunst, des Recht und der Religion in die Geschichte der Philosophie übergeht. Dieses Verständnis blieb ein Einzelfall und hat sich nicht durchgesetzt. Besonderen Auftrieb bekam die Begriffsgeschichte im 20. Jahrhundert durch die Herausgabe des Historischen Wörterbuch der Philosophie, der Geschichtlichen Grundbegriffe und der Zeitschrift Archiv für Begriffsgeschichte. Die Begriffsgeschichte wird als Methodik in den Geisteswissenschaften interdisziplinär eingesetzt. So sind neben dem Philosophen Joachim Ritter, der Historiker Reinhart Koselleck und der Soziologe Erich Rothacker bedeutende Vertreter dieser Disziplin.
Begriffsgeschichtliche Handbücher:
Sekundärliteratur zur Begriffsgeschichte:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."