Die Hybris (griechisch ὕβρις „der Übermut“, „die Anmaßung“) bezeichnet eine Selbstüberhebung, die sich, insbesondere unter Berufung eines gerechten göttlichen Zorns, der Nemesis, rächen muss. Die Hybris ist der Auslöser des Falls vieler Hauptfiguren in griechischen Tragödien. Die Hauptfigur ignoriert in ihrer Überheblichkeit Befehle und Gesetze der Götter, was unvermeidlich zu ihrem Fall und Tod führt.
In der griechischen Mythologie ist Hybris der Name einer Nymphe, mit der Zeus den Halbgott Pan gezeugt haben soll[1], andere Quellen bezeichnen Hybris als die Mutter von Koros.[2]
Nach Auffassung von Walter Arnold Kaufmann ist Hybris mitnichten zu verstehen als Stolz auf eigene Leistung oder eigenen Wert, nicht einmal Herausstreichen des eigenen Verdiensts. Hybris ist nicht wie Stolz etwas, das man fühlt, sondern mit einer Handlung verquickt. Das griechische Verb hybrizein bedeutet bei Homer „zügellos werden“ oder „sich austoben“ und wird auch auf Flüsse, wuchernde Pflanzen und überfütterte Esel angewandt, die schreien und aufstampfen. Hybris bedeutet demnach „mutwillige Gewalt“ und „Frechheit“ (etwa in der Odyssee gebraucht für Penelopes Freier). Es bedeutet auch „Gier“ und „Lüsternheit“. Hybrisma bedeutet „Frevel, Vergewaltigung, Raub“ und fasst im Recht alles zusammen, was einer Gottheit oder einem Menschen an schwerer Unbill zugefügt wird.[3]
Im aktuellen Sprachgebrauch wird „Hybris“ als ein bildungssprachlicher Ausdruck für Vermessenheit und Selbstüberhebung verwendet, die zu einem schlimmen Ende führen werden. Beispiel: Es war die Hybris des deutschen Kaiserreichs, sich nach der Annäherung Frankreichs an Russland durch seine Flottenpolitik auch noch das Britische Reich zum Feinde zu machen.
Hybrid ist neben hybrisch seit dem 20. Jhd. fälschlicherweise als Adjektivierung von Hybris gebräuchlich und bezeichnet etwas sich selbst Überschätzendes, Größenwahnsinniges, von Hybris Besessenes.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."