Introjektion ist der Prozess der Aufnahme von Introjekten, also von Werten und Normen, die im Rahmen der Entwicklung der Persönlichkeit auf dem Hintergrund einer Sozialisation verinnerlicht werden.
Introjizierte Normen und Werte werden passiv und ohne eigene freie Entscheidung des Kindes, ihm von außen eingegeben, können mehr oder weniger von seiner eigenen Persönlichkeit abweichen und im Extremfall konträr dazu stehen. Da das Kind von den Bezugspersonen abhängig ist, braucht es auch die sich wenig deckende und konträre Introjektion der Bezugsperson, denn sonst ist es dem Kind nicht möglich, Nähe zur Bezugsperson herzustellen oder sich zu identifizieren.
Nach Sigmund Freud versteht man unter „Introjektion“ die Übernahme von Lebens- und Moralauffassungen von Personen, mit denen sich der heranwachsende Mensch identifiziert. Sie werden daraufhin automatisch als die eigenen Normen und Werte angesehen und nicht bewusst überprüft. Werden diese verinnerlichten Pflichten vernachlässigt, empfindet der Mensch ein Schuld- oder Schamgefühl, hat ein schlechtes Gewissen.
Ein Introjekt hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem „maladaptiven Schema“ in der Schematherapie.
Anders dagegen werden bei der Internalisierung Normen und Werte aktiv aufgenommen, und zwar nur solche, die an die Persönlichkeit angepasst/assimiliert werden können. Assimilation ist die Integration einer Erfahrung in ein kognitives Schema. Internalisierte Elemente sind konform mit der eigenen Persönlichkeit.
siehe auch:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."