Jaufré Rudel (* vor 1113; † um 1170) war ein südfranzösischer Adeliger, der sich als Troubadour betätigte und als einer der bekanntesten Dichter altokzitanischer Sprache in die Literaturgeschichte einging.
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Über die Person von Jaufré (=franz. Geoffroi) ist wenig bekannt, außer dass er „prince“ (Fürst) des kleinen Territoriums Blaya (um das das heutige Städtchen Blaye im Département Gironde) war und 1147 mit seinem Onkel und Lehnsherrn, dem Herzog von Angoulême, sowie anderen adeligen Herren am (zweiten) Kreuzzug teilzunehmen gelobte. Am 13. April 1148 gingen sie in Akkon, etwa 200 km südlich von Tripolis, an Land.
Seinen Ruhm verdankt er acht (davon vier mit Noten) erhaltenen Gedichten und nicht zuletzt einer aus dem Mittelalter überkommenen altokzitanischen Kurzbiografie (vida), die aber kaum den Fakten entspricht, sondern aus den Gedichten abgeleitet sein dürfte. Diese Geschichte erzählt, wie Jaufré aufgrund der Berichte von heimgekehrten Jerusalem-Pilgern eine unstillbare Sehnsucht nach der Gräfin von Tripolis im fernen Heiligen Land entwickelt, sich um dieser „Fernliebe“ (amor de lonh) willen dem Kreuzzug anschließt, während der Schiffsreise aber erkrankt und kurz nach seiner Ankunft, nachdem man die Gräfin herbeigerufen und informiert hat, in ihren Armen stirbt.
Die Anfänge der Gedichte lauten:
Die rührende Geschichte Jaufré Rudels wurde zur Zeit der Romantik auch außerhalb Frankreichs bekannt und von Heinrich Heine, Algernon Swinburne, Ludwig Uhland, Giosuè Carducci in Gedichten aufgegriffen. Sie bildet den Stoff von Edmond Rostands Drama La princesse lointaine und liegt der Oper L'Amour de loin von Kaija Saariaho (Libretto von Amin Maalouf) zugrunde. Alfred Döblin zitiert sie fast unverändert in seinem letzten Roman Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende (1956, Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 45/46).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rudel, Jaufré |
| KURZBESCHREIBUNG | Troubadour |
| GEBURTSDATUM | vor 1113 |
| STERBEDATUM | 1170 |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."