Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Medizin

- Medizin -

Medizin :

femme russe

Medizin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Medizin von Gustav Klimt – in der Universität Wien

Die Medizin (von lateinisch ars medicina, „Heilkunst“, auch „Heilkunde“) ist die Lehre von der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen von Menschen und Tieren. Ziel ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der bestmöglichen Gesundheit. Dazu erforscht die Medizin die Beschaffenheit und Funktion des menschlichen (Humanmedizin) und tierischen Körpers (Veterinärmedizin) in gesundem und krankem Zustand.

Umgangssprachlich werden auch Arzneimittel „Medizin“ genannt.

Die Lehre von der Heilkunst wird selten auch die Iatrik genannt (ausgesprochen Iátrik, vom griechischen substantivierten Adjektiv ἰατρική [τέχνη], altgriechische Aussprache iatrikḗ [téchnē], „ärztliche Kunst“ oder „ärztliches Handwerk“; häufiger in Zusammensetzungen wie „iatrogen“, „Pädiatrie“, „psychiatrisch[1]).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Heilkunde

Im medizinischen Alltag werden im Idealfall wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Resultaten der Anamnese sowie der ärztlichen Intuition und Erfahrung kombiniert, um dem individuellen Patienten gerecht zu werden.

Dabei ist zunächst die persönliche Therapeuten-Patient-Beziehung wesentlich, die immer dann entsteht, wenn jemand mit einem Gesundheitsproblem Hilfe sucht. Sowohl Ärzte als auch andere Heilberufe entwickeln solche Beziehungen zu ihren Patienten. Auf Basis dieser Vertrauensbeziehung können gültige Daten zur Krankengeschichte (Anamnese) erhoben werden und eine gründliche klinische Untersuchung durchgeführt werden. Technische Verfahren zur medizinischen Untersuchung mithilfe eines Labors, bildgebende Verfahren wie z. B. Röntgen, und viele andere Untersuchungsverfahren wie z. B. das Elektrokardiogramm, ergänzen die gesammelten Informationen. Zur ärztlichen Kunst gehört es, die Vielzahl der Fakten und Beobachtungen zur Diagnose zu integrieren. Nur eine korrekte Diagnose ermöglicht die erfolgreiche Therapie.

Medizinische Behandlungsziele sind die Prävention (Vorbeugung) von Erkrankungen oder von deren Komplikationen; die Kuration (Heilung) von heilbaren Erkrankungen, oder die Palliation (Linderung) der Beschwerden in unheilbaren Situationen. Auch die Rehabilitation (Wiederherstellung) der körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Patienten ist Aufgabe der Medizin. Ärzte und nichtärztliche Therapeuten erstellen dafür Behandlungspläne und überwachen den Behandlungsverlauf in der Krankenakte. Diese patientenbezogenen Unterlagen sind gleichzeitig Dokumente von juristischer Bedeutung.

[Bearbeiten] Gesundheitssystem

Den nationalen juristischen und finanziellen Rahmen für die Ausübung der Heilkunde stellt das jeweilige Gesundheitssystem eines Staates dar. Es legt nicht nur Leistungsumfang und Bezahlung fest, sondern reguliert in zunehmendem Maße auch die konkrete Leistungserbringung und Qualitätskontrolle. Die Gesundheitssysteme unterliegen kulturellen und politischen Einflüssen und unterscheiden sich sehr voneinander auch in Staaten von ähnlicher Wirtschaftskraft. So gibt es entwickelte Nationen mit nationalen, steuerfinanzierten Gesundheitsdiensten (z. B. Großbritannien) oder mit weitgehend unregulierten Anbietermärkten (z. B. die USA). In anderen europäischen Staaten gibt es regulierte Märkte mit starkem öffentlichen Sektor; z. B. trägt in Deutschland die öffentliche Hand über die Gesetzliche Krankenversicherung und die staatlichen Klinikzuschüsse ca. 80 Prozent der gesamten Ausgaben zur Krankenbehandlung.

Eine verbreitete Klassifikation der medizinischen Versorgung unterscheidet drei Sektoren:

[Bearbeiten] Spektrum der Medizin

Die Vielfalt der Krankheiten und ihrer Behandlungsmöglichkeiten hat zu einer Aufgliederung der Humanmedizin und der Veterinärmedizin in eine große Anzahl von Fachgebieten und Subspezialisierungen geführt (siehe: Liste medizinischer Fachgebiete). Die Zahnmedizin nimmt dabei eine Sonderstellung ein

Zum Bereich der Medizin gehören neben der Humanmedizin (siehe auch Medizinische Fakultät) die Veterinärmedizin (Tierheilkunde/Tiermedizin), in einem weiteren Verständnis auch die Phytomedizin (Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen). In diesem umfassenden Sinn ist Medizin die Lehre vom gesunden und kranken Lebewesen.

Grundlagen der modernen zunehmend evidenzbasierten Medizin bilden die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), speziell Humanbiologie, Anatomie, Biochemie, Physiologie, ergänzt durch Psychologie und Sozialwissenschaften (vgl. Medizinsoziologie, Epidemiologie, Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsökonomie). Aufgrund der mangelnden Theoriebildung – die für Wissenschaft als grundlegend gilt – kann die Medizin jedoch nur sehr eingeschränkt als Wissenschaft bezeichnet werden. Die Evidenzbasierung versucht hier Abhilfe zu schaffen, indem Therapiemaßnahmen zunehmend an aktuellen Forschungsergebnissen ausgerichtet werden. Am grundsätzlichen Versuch-und-Irrtum-Vorgehen der medizinischen Grundlagenforschung, die beinah ausschließlich auf Nachbardisziplinen angewiesen ist, ändert dieser Fortschritt aber bisher nichts. Dennoch bildet die Medizin zusammen mit den Naturwissenschaften in der heutigen Wissenschaftslandschaft, insbesondere an Universitäten, einen Eckpfeiler der Forschung und Finanzierung, womit auch ihr hohes Ansehen in der Allgemeinheit teilweise begründet werden kann. Dies wurde zuletzt im Rahmen der Exzellenzinitiative deutlich.

Die Geschichte der Medizin zeigt oft nebeneinander sehr unterschiedliche medizinische Konzepte zwischen Aberglaube, metaphysischen Vorstellungen, Erfahrungswissen und der Anwendung überwiegend naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse. Im Gegensatz dazu werden in der heutigen Medizin neue Erkenntnisse üblicherweise nach wissenschaftlichen Grundsätzen gewonnen und zunehmend durch Studien belegt. Auch Erkenntnisse, die lange Zeit in der Medizin als gesichert galten, werden vermehrt unter strengen Bedingungen überprüft und dabei nicht selten als Irrtum erkannt.

Von der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannte Diagnose- und Behandlungsverfahren werden von deren Anhängern häufig als „Alternativmedizin“, „Komplementärmedizin“, „Erfahrungsmedizin“ oder ähnlich bezeichnet. Konzepte aus diesem Spektrum finden jedoch Eingang in die „Evidenzbasierte Medizin“, wenn ihre Wirksamkeit und Anwendungssicherheit in anerkannten wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wird. Andere Konzepte, deren Wirkung nicht über Placeboeffekte hinausgeht, gelten auch als Paramedizin oder Quacksalberei.

Heilkunde wird von Ärzten und in einem begrenzten Umfang auch von Heilpraktikern ausgeübt. Psychotherapie wird auch von psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten ausgeübt.

Andere Gesundheitsberufe (wie z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, MTAs, OTAs, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Rettungsassistenten und andere) sind im rechtlichen Sinn in vielen Ländern nicht zur selbständigen Ausübung der Heilkunde legitimiert.

[Bearbeiten] Geschichte

Hauptartikel: Medizingeschichte

[Bearbeiten] Siehe auch

Portal
 Portal: Medizin – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Medizin

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Duden Deutsches Universalwörterbuch, Verlag Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 5. Auflage, Mannheim 2003 oder auch online

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Wikibooks
 Wikibooks: Regal: Medizin – Lern- und Lehrmaterialien
Wikiquote
 Wikiquote: Medizin – Zitate
Wiktionary
 Wiktionary: Medizin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Wikiversity
 Wikiversity: Fachbereich Humanmedizin – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

[Bearbeiten] Abhandlungen, Specials, Projekte

[Bearbeiten] Medizinische Suchmaschinen

[Bearbeiten] Zeitschriften

Medizin - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Medizin - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.