Phönizien oder Phönikien (aus griechisch Phoinike für Purpurland) ist die Bezeichnung für eine Landschaft an der östlichen Mittelmeerküste auf dem Gebiet der heutigen Staaten Libanon und Türkei. Die Bezeichnung war im Altertum gebräuchlich. Das Gebiet erstreckte sich etwa von Al Ladhakijja (Latakia) bis Adana. Die "Phönizier" haben sich selbst nie als solche bezeichnet, sondern benannten sich nach den Städten, aus denen sie kamen: Die "Sidonier" kamen z.B. aus Sidon. Eine phönizische Kolonie, welche im heutigen Tunesien lag, war Karthago. Die Karthager wurden von den Römern als Poeni (Punier) bezeichnet. 63 v. Chr. wird es mit Syrien dem römischen Reich einverleibt und zur römischen Provinz Syria.
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Der Name Phönizier leitet sich von der griechischen Bezeichnung Phoinikes ab. Dieser Begriff ist seit Homer belegt und steht im Zusammenhang mit φοίνιξ (phoinix, griechisch für purpurrot): Das Färben von Stoff mit Hilfe von Purpurschnecken war ein typisch phönizisches Handwerk. Der Begriff steht auch im Zusammenhang mit φοινός (phoinos, griechisch für blutrot), mit dem wiederum φόνος (phonos, griechisch für Mord) und φονέυω (phoneuo, griechisch für töten) verwandt sind.
In ägyptischen Quellen werden die Phönizier unter Fenchu (Fnhw) erwähnt. Der Ausdruck Fenchu wurde in Verbindung der mit ihnen handelnden Inseln der Ägäis genannt: Inseln der Fenchu. Entsprechende Darstellungen finden sich auch in den thebanischen Gräbern aus der Zeit von Thutmosis III. und seinen Nachfolgern: Tribute erfolgen von Retenu, Keftiu und den Inseln des großen Meeres. Jedes verborgene Land und alle Inseln der Fenchu/Fenechu (Phenchu/Phenechu) sind Ägypten untertänig.[1] Der Begriff Phenechu/Phenchu entspricht Pheneku/Phenku bzw. Phenekia/Phenkia.
Etwa seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. lebten hier semitischsprachige Völker. Herodot behauptet, es habe hier um 2750 v. Chr erste Siedlungen gegeben. Etwa im 15. Jahrhundert v. Chr. kam es zur Stadtstaatenbildung der Seestädte Sidon, Tyros, Byblos, die ihrerseits Handelskolonien im Mittelmeerraum gründeten.
Phönizier waren als Seefahrer berühmt und wurden z. B. auch von ägyptischen Pharaonen in Dienst genommen. Etwa 875 v. Chr. wurde es von den Assyrern mit militärischem Druck zu Tributzahlungen gezwungen. 573 v. Chr. wurde Tyros nach 13 jähriger Belagerung des babylonischen Königs Nebukadnezar II. erobert. Ab 539 v. Chr. gehörte Phönizien zum Perserreich. Nach der Teilnahme am ägyptischen Aufstand gegen Artaxerxes III. wurde Sidon 343 v. Chr. zerstört. Tyros wurde 332 v. Chr. von Alexander dem Großen zerstört, nachdem es als einzige phönizische Stadt Widerstand gegen sein Heer geleistet hatte.
Nach dem Tod von Alexander dem Großen verlor Phönizien an Bedeutung.
Aufgrund der geografischen Lage und den späteren Handelsbeziehungen war die Kultur Phöniziens geprägt von Ägypten, den altorientalischen Kulturen Vorderasiens und dem Mittelmeerraum. Das phönizische Alphabet, das im 12. Jahrhundert v. Chr. entstand, wurde zur Grundlage sowohl der europäischen Schriften (griechisch, lateinisch, kyrillisch) als auch der hebräischen und arabischen Schrift.
Eine Trias (Dreifaltigkeit) von Göttern residierte über die Bewohner von Tyros, Sidon, Arwad, Byblos und dem untergegangenen Ugarit.
An der Spitze dieser Dreierkombination stand ein Vatergott namens El, den die Griechen später gelegentlich mit ihrem Kronos identifizierten. Ihm zur Seite stand sein Weib Aschera oder Astarte, die in Byblos Baalat hieß, was man etwa mit „unsere liebe Frau“ übersetzen könnte. Dazu kam dann als beider Sohn der Gott Baal, den die Gibliten auch Adon, Adoni oder, gräzisiert Adonis, den Herrn, nannten, während die Tyrer ihn als Melkart und die Sidonier als Eschmun verehrten. Jeder dieser drei himmlischen Herrscher repräsentierte und verkörperte jeweils eine Reihe von bestimmten Naturgewalten und –erscheinungen. Außerdem hatten sie nahe Verwandte in allen anderen orientalischen Pantheon.
El, der in Sidon Baal hieß, ist in dieser Trias der mächtigste Gott. Er scheint derartig große und allumfassende Befugnisse gehabt zu haben, dass man es nur selten wagte, ihn näher zu betrachten und zu vermenschlichen. Lediglich in einigen Texten aus Ugarit wird er, wie Zeus, als ungetreuer Ehemann charakterisiert.[2]
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."