Eine Spektralfarbe (reine Farbe) ist jener Farbeindruck, der durch monochromatisches Licht im sichtbaren Teil des Lichtspektrums entsteht.
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Das Spektrum (als Begriff der Farblehre) ist die Gesamtheit aller Linien und Banden bestimmter Frequenz. „Weißes Licht“ ist im physikalischen Sinne (und praktisch kaum realisierbar) ein aus allen Wellenlängen des sichtbaren Spektralbereichs energiegleich gemischtes Licht. Meist versteht man darunter Tageslicht (Sonnenlicht) sowie die Normlichtarten mit ihren unterschiedlichen Farbtemperaturen. Die von einer energiegleichen Lichtquelle erzeugte Farbempfindung heißt exakterweise „unbunt“.
Durch Brechung am optischen Prisma, durch Beugung an Gittern oder in Interferenz gelingt es, "weißes Licht" in (einzelne) Spektralfarben zu zerlegen: Regenbogenfarben. Spektralfarben als monochromatisches Licht können bei geeigneten Emissionsvorgängen auch direkt entstehen (Natriumdampflampe). Spektralfarbe
Newton stellte diesen Sachverhalt in seinen Opticks dar, nach ihm sind es die sieben Spektralfarben: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo, Violett. Für Goethe dagegen war das "weiße Licht" das Ursächliche.
Eine besondere Bedeutung kommt der "weißen Strahlung", also der energiegleichen Strahlung in der Photometrie und verwandten Gebieten zu. Hier ist es wichtig in den notwendigen (betrachteten) Wellenlängenintervallen diese Eigenschaft zu erreichen. Für die Messung der Augenempfindlichkeitskurve ist neben der energiegleichen Strahlung sogar eine quantenintensitätsgleiche Strahlung erforderlich. Solche Messungen dienen der Ableitung von Normspektralfarbwerten.
Um einen dreidimensionalen Farbraum aufbauend auf den drei Sensorentypen Zapfen errechnen zu können, muss man das Wellenlängenspektrum auf geeignete Rot-, Grün-, Blauempfindlichkeiten abbilden. Die Rechenvorschrift dafür liegt mit dem Tristimulusalgorithmus seit 1931 genormt vor, die notwendigen Parameter wurden in späteren Untersuchungen präzisiert und im Prinzip bestätigt. Das Ergebnis in der grafischen Darstellung ist die „Schuhsohlenkurve“ der Normfarbtafel, das sog. Chromatizitätsdiagramm. Auf dem Umfang dieser Fläche liegen alle Spektralfarben. Die Spektralfarben sind die gesättigsten Farben der jeweiligen dominanten Wellenlänge.
Die Abhängigkeit der Farbe von der Wahrnehmung ergibt sich aus der unterschiedlichen Lage des Spektralkurvenzuges, je nachdem ob das 2°-Sichtfeld oder ein 10°-Sichtfeld benutzt wird. Innerhalb des 2°-Feldes wird auf die Netzhautfläche des besten Farbsehens abgebildet. Hier stehen die Zapfen am dichtesten beieinander. Beim 10°-Sichtfeld tritt die Empfindung der Stäbchen hinzu, die nach außen zunehmend an Anzahl überwiegen. (Am Kurvenzug eingetragene Wellenlängen)
Hauptartikel → Farbwahrnehmung
Die Zapfenzellen in der menschlichen Netzhaut (sowie auch anderer Lebewesen) besitzen je nach Typ unterschiedliche Empfindlichkeitsspektren, die bestimmte Bereiche des empfangenen Lichtspektrums abdecken. Die Verarbeitung der von den Zapfen stammenden Signale wandelt die empfangenen Spektren in wahrgenommene Farben um. Da die Gewichtung der Spektralanteile von den Wahrnehmungsbereichen der Zapfentypen abhängt, ist auch die Farbwahrnehmung direkt davon abhängig. Wird etwa von LEDs ein nahezu monochromatisches Licht dargeboten, so wird diese Lichtfarbe als sehr rein (gesättigt) und hell wahrgenommen, also als Spektralfarbe. Im Falle des menschlichen Sehens gibt es kein Lichtspektrum, das nur einen einzigen Zapfentyp reizt. Da sich die Bereiche der Zapfentypen überschneiden, werden immer mehrere Typen gleichzeitig angesprochen.
Der Spektralfarbenzug nach CIE wird in der Normfarbtafel mit der Purpurgeraden ergänzt, die allerdings Mischfarben enthält. Physikalisch gibt es für Purpurtöne keine zugehörigen Spektralfarben. Diese werden nur bei gemischter Wahrnehmung von kurz- und langwelligen Licht gesehen. Im CIE-Diagramm entspricht den Purpurtönen mit höchster Sättigung diese Purpurgerade. Prinzipiell sind alle nicht spektralen Farben Mischfarben.
Die menschliche Farbwahrnehmung bei Tagessehen (skotopisches Sehen) ist auf drei Rezeptortypen für kurze, mittlere und lange Wellenlängen begrenzt. Manche Tiere, z.B. Tauben, besitzen vier Farbrezeptoren, mit der Konzequenz, mehr Farben und Farbarten als ein Mensch unterscheiden zu können. Andere Tiere, wie etwa Hunde, besitzen nur zwei Typen von Farbrezeptoren, was zu einem kleineren Umfang an unterscheidbaren Farben führt.
Am langwelligen roten Ende des sichtbaren Spektrums grenzt der Bereich des unsichtbaren infraroten Lichtes an. Durch den stetigen Übergang in der Empfindlichkeit auf reizende Wellenlängen ist diese Grenze fließend (zwischen 720 nm und 830 nm) und unterliegt individuellen Schwankungen. Dies wird im Wesentlichen durch den chemischen Aufbau des Rhodopsins (Sehpurpur) bestimmt. Der wahrgenommene Farbton ändert sich ab 650 nm nur geringfügig.
Der infrarote Bereich des Spektrums wird zwar als Wärmestrahlung bezeichnet, allerdings erzeugt jede absorbierte elektromagnetische Strahlung ihr Energieäquivalent als Wärme, egal ob es sich um längstwellige Radiostrahlung oder um harte (sehr kurzwellige) Gammastrahlung handelt. Die Wärmewirkung von Infrarot- und Radiostrahlung wird von Menschen direkt in ihrer Wechselwirkung mit dem menschlichen Körper wahrgenommen. Die Eindringtiefe der Strahlung wiederum ist wellenlängenabhängig. Nahe Infrarotstrahlung dringt nur wenige Millimeter in den Körper ein, Radiostrahlung wird im gesamten Körper umgesetzt. Dieser Effekt wird bei der Kurzwellenbestrahlung genutzt, um innere Organe zu erwärmen.
Am kurzwelligen violetten Ende des sichtbaren Spektrums, bei Wellenlängen ab etwa 380 nm und kleiner, grenzt der Bereich des ultravioletten Lichtes an. Diese Wellenlängen rufen keine Reizung der menschlichen Rezeptoren hervor, deshalb ist ultraviolettes Licht unsichtbar. Aus dem gleichen Grund wie am infraroten Ende des Lichtspektrums ist die Sichtbarkeit der Strahlung zwischen 360 nm und 410 nm individuell und altersbedingt Schwankungen unterlegen, noch stärker als im Infrarot-nahen Bereich. Die Pigmentierung der Hornhaut spielt hier eine große Rolle. Außerdem verfärbt sich mit zunehmendem Alter auch die Linse gelblich, wodurch kurzwelliges blaues Licht stärker gefiltert wird. Bei Operationen am grauen Star ist nach Entfernung der getrübten Linse die Filterwirkung beseitigt, was zu einer stark ausgeprägten Verbesserung der Wahrnehmung kurzer Wellenlängen führt. Nach Einsetzen der Kunststofflinse ist dieser besondere Effekt allerdings wieder aufgehoben.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."