| Troyes | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Staat | Frankreich | |
| Region | Champagne-Ardenne | |
| Département | Aube (Präfektur) | |
| Arrondissement | Troyes | |
| Kanton | Hauptort von 7 Kantonen | |
| Koordinaten | 48° 18′ N, 4° 5′ OKoordinaten: 48° 18′ N, 4° 5′ O | |
| Höhe | 118 m | |
| Fläche | 13,20 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2005) 60.400 Einwohner 4.576 Einw./km² |
|
| Postleitzahl | 10000 | |
| INSEE-Code | 10387 | |
| Website | http://www.ville-troyes.fr | |
Troyes [tʀwa] ist eine Stadt im Nordosten Frankreichs und Verwaltungssitz des Départements Aube (10. Département) in der Region Champagne-Ardenne. Troyes liegt an der Seine. 1999 bewohnten 62.612 Menschen die Stadt. Mit Vororten beläuft sich die Bevölkerung auf 136.000 Einwohner (genannt C.A.T. für Communauté de l’Agglomération Troyenne), und mit städtischem Ballungszentrum auf 172.497 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Troyes war der Hauptort des Keltenstammes der Trikassen (Tricassii oder Tricasses) und wurde von den Römern Augustobona Tricassium oder Augustomana Tricassiorum (bei Ptolemaeus). Im 4. Jahrhundert wurde die Stadt Bischofssitz (siehe: Bistum Troyes). Westlich von Troyes fand 451 die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zwischen Attila und Aëtius statt.
Im 10. Jahrhundert war Troyes Zentrum der Grafschaft Troyes, die im Besitz des Grafenhauses Vermandois war, einer Linie der Karolinger. In der Stadt wirkten unter anderem Raschi (1040–1105), einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten des Mittelalters. Sein berühmten Kommentar zum Talmud, den er in Troyes niederschrieb, wird noch heute im Talmud mit abgedruckt. Weiterhin wirkte der mittelalterliche Dichter Chrétien de Troyes, (etwa 1140–1190), in der Stadt - in der Zeit als Troyes Residenz der Grafen von Champagne war. Auf Chrétien de Troyes geht die Parzival-Erzählung um die Suche nach dem heiligen Gral zurück.
Im Jahr 1128 fand hier das Konzil von Troyes statt.
Ab dem 12. Jahrhundert wurden in Troyes zwei der sechs Jahrmärkte oder Messen abgehalten, für die die Champagne berühmt wurde. Hier wurden Waren von den Niederlanden (Tuch) bis Italien (Seide, orientalische Waren) gehandelt. Unter den Grafen der Champagne, die Troyes zu ihrer Hauptstadt gemacht hatten, organisierte sich auch einer der ersten europäischen Geldmärkte.
Während des Hundertjährigen Kriegs (1337–1452) schwand die Bedeutung der Stadt. Troyes lag auf dem von den Engländern besetzten Gebiet. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde hier im Jahr 1420 der Vertrag von Troyes unterzeichnet. Mit diesem Vertrag verbündeten sich der König von Frankreich Karl VI. (auf Betreiben seiner Gemahlin Isabeau), der König von England Heinrich V. und der Herzog von Burgund Philipp III., um den Kronprinzen und späteren Karl VII. von Frankreich von der Thronfolge auszuschließen. Neun Jahre später waren die Engländer vertrieben und Jeanne d’Arc konnte den Dauphin zur Krönung nach Reims führen.
Im späten Mittelalter und der frühen Renaissance stieg Troyes zu einem der bedeutendsten Zentren der Bildhauerkunst auf, in dem unter anderem der Meister von Chaource und Jacques Bachot wirkten.
Eine erneute Schwächung der Stadt erfolgte durch die Verlagerung des Handels vom Landweg auf den Seeweg. Troyes wandelte sich im 16. und 17. Jahrhundert von einem Handelszentrum zu einem Zentrum der Textilindustrie. Gleichzeitig wurde die Stadt eine der Hochburgen der Hugenotten, und damit durch die Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 schwer getroffen.
Das Edikt von Troyes, erlassen von Ludwig XIII., legte 1630 fest, dass die Städte Clairmont und Montferrand zu einer Stadt namens Clermont-Ferrand zusammen zu schließen seien. Es wurde 101 Jahre später durch Ludwig XV. bestätigt.
Die Stadt lebt wirtschaftlich hauptsächlich vom Tourismus, von der lokalen Schmelzhütte sowie von der Textil- und Gummiindustrie. Des Weiteren wird Weinbau betrieben. Die Trauben werden fast ausschließlich zu Champagner verkeltert.
Troyes ist der Geburtsort von:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."