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Uelzen :

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Uelzen

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Uelzen. Zum gleichnamigen Stadtteil von Unna siehe Uelzen (Unna).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Uelzen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Uelzen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 58′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Höhe: 43 m ü. NN
Fläche: 135,84 km²
Einwohner: 34.691 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29525
Vorwahl: 0581
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 025
Stadtgliederung: 18 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Herzogenplatz 2
29525 Uelzen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Otto Lukat (SPD)

Uelzen [ˈʏltsən, auch 'ø:ltsən] ist eine Stadt im nordöstlichen Niedersachsen, sie ist die Kreisstadt des Landkreises Uelzen.

Die Heide- und Hansestadt Uelzen ist von Fachwerkarchitektur geprägt. Weit über die regionalen Grenzen hinaus ist die Kreisstadt bekannt geworden, als Friedensreich Hundertwasser für die Umgestaltung des Bahnhofs gewonnen werden konnte. Das letzte Werk des Wiener Künstlers und Architekten wurde im Jahr 2000 als Hundertwasserbahnhof Uelzen eingeweiht und ist seitdem Ziel von vielen tausend Besuchern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Uelzen ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen und liegt am Rande der Lüneburger Heide. Die Stadt liegt an den Verkehrsknotenpunkten der Nord-Süd-Achse Hamburg-Hannover sowie der West-Ost-Achse Bremen-Berlin. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist zudem die Lage am Elbe-Seitenkanal. Reizvoll ist die Lage der Stadt am Heidefluss Ilmenau mit grünen Ufern, kleinen Parks und Auen. In der Nachbarschaft wurden große Areale als Naturparks mit Mooren, Wäldern, Seen und Heideflächen gestaltet: Naturpark Elbufer-Drawehn, Naturpark Lüneburger Heide, Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Zur Stadt Uelzen gehören die Ortsteile Groß Liedern, Halligdorf, Hambrock, Hansen, Hanstedt II, Holdenstedt, Kirchweyhe, Klein Süstedt, Masendorf, Mehre, Molzen, Oldenstadt, Riestedt, Ripdorf, Tatern, Veerßen, Westerweyhe und Woltersburg.

Des Weiteren gibt es noch vier Orte im Stadtgebiet die den Status "Sonstige Ortsteile" haben: Borne, Kl. Liedern, Pieperhöfen und Oldenstadt-West.

[Bearbeiten] Nachbarstädte

Amelinghausen
35 km
Lüneburg
37 km
Dannenberg (Elbe)
41 km
Munster (Örtze), Soltau
37km, 56km
Lüchow
43 km
Celle, Hannover
54km, 95 km
Gifhorn
58 km
Wittingen
31 km

[Bearbeiten] Geschichte

Die Wurzeln der heutigen Stadt liegen in Oldenstadt, einer Siedlung im Umfeld eines Klosters des 10. Jahrhunderts, von dem heute noch die ehem. Klosterkirche Oldenstadt zeugt. Nach Unstimmigkeiten mit ihrem Grundherrn, dem Bischof von Verden, zog ein Teil der Einwohner um 1250 kurzerhand an das Westufer der Ilmenau und gründete dort planvoll eine eigene Stadt, die 1270 mit allen dazugehörigen Rechten ausgestattet wurde. 1374 wurde Uelzen Mitglied der Hanse und erlebte bis zum 17. Jahrhundert eine stetige wirtschaftliche Blüte, bis im Jahre 1646 eine Brandkatastrophe weite Teile der Stadt vollständig vernichtete. Zeugnis eines raschen und tatkräftigen Wiederaufbaus legen noch heute zahlreiche ansprechende Fachwerkfassaden dieser Zeit ab. 1826 zerstörte ein erneuter Stadtbrand Teile der östlichen Altstadt. Schmerzliche Lücken riss schließlich der Zweite Weltkrieg. Das heutige Nebeneinander gotischer Bauwerke, neuzeitlicher Fachwerkbauten und moderner Gebäude ist ein Spiegelbild dieser einschneidenden Entwicklungen.

[Bearbeiten] Das goldene Schiff - Wahrzeichen der Stadt

In einer Wandnische im Eingangsbereich der St.-Marien-Kirche steht das "Goldene Schiff", das wahrscheinlich zur Zeit der Hanse nach Uelzen gebracht worden war. Hinsichtlich seiner Herkunft, seines Alters und seiner einstigen Verwendung gibt es viele Erklärungsmodelle. Wahrscheinlich handelt es sich um ein ehemaliges Reliquiar.

[Bearbeiten] Infrastruktur und Stadtentwicklung

1924 wurde die Eisenbahnstrecke nach Dannenberg eingeweiht und Uelzen lag nun im Schnittpunkt der Linien Hamburg-Hannover und Bremen-Berlin, der so genannten Amerikalinie. Dieser Verkehrsknotenpunkt war Ende des Zweiten Weltkriegs Ziel von Bombenangriffen. 1947 erhielt der Hamburger Architekt Konstanty Gutschow den Auftrag, Pläne zur Sanierung der Stadt zu erarbeiten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Kernstadt, die seit Gründung 1250 in den Grundzügen erhalten geblieben ist, nicht wesentlich verändert wurde. 1985 beschloss der Stadtrat die Sanierung der Innenstadt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms mit dem Ziel, das historische Netz von Straßen und Plätzen zu erhalten, den Wohnwert zu verbessern und einen attraktiven Anziehungspunkt für Bewohner und Gäste zu bilden. Der Autoverkehr ist über einen innerstädtischen Ring geleitet worden und Uelzens „gute Stube“ ist nun Flaniermeile mit Boutiquen, Cafés, Restaurants und ein schöner Ort für Kultur- und Traditionsveranstaltungen. Als Bürger- und Verwaltungszentrum wurde 1996/97 das neue Rathaus am Herzogenplatz nach Plänen der Hamburger Architektengruppe Holthey, Körber und Schultz-Coulon errichtet. Bedeutend für die Infrastruktur ist der Elbe-Seitenkanal, der seit 1976 die Verbindung zwischen Elbe und Mittelkanal schafft. Uelzen ist mit einem Hafen an die Bundeswasserstraße angebunden. Als technische Sehenswürdigkeiten sind die Schleusen I und II attraktiv.

[Bearbeiten] Die Uhlenköpersage

Uhlenköper-Denkmal

Uelzen wird im regionalen Sprachgebrauch auch die Uhlenköperstadt genannt. Dies rührt von der Sage her, dass ein Uelzer Bürger von einem Bauern Eulen (Ulen, Uhlen) anstelle von Birkhähnen kaufte:

Die Sage berichtet, dass ein gewitzter Bauer vom Land in die Stadt Uelzen kam, im Gepäck einen Sack mit lebendem Inhalt. Dort traf er auf einen neugierigen Kaufmann, der ihn fragte, was er in dem Sack habe. Der Bauer antwortete Baarftgaans (Barfußgeher), was der Händler jedoch falsch als Barkhahns (Birkhähne) verstand und dem Bauern einen stattlichen Preis zahlte, ohne in den Sack zu schauen. Zu Hause angekommen, wollte er seiner Frau die soeben erworbenen Birkhähne zeigen, doch als er den Sack öffnete, flatterten drei Eulen hinaus und richteten allerlei Schaden in der Wohnung des Kaufmannes an. Der Kaufmann verklagte daraufhin den Bauern. Dieser sagte jedoch zu seiner Verteidigung, er habe eindeutig "Baarfgaans" verkauft und die Tatsache, dass Eulen barfuß gingen, könne man ihm nicht abstreiten. Der Richter soll sich derart über die Schläue des Bauern amüsiert haben, dass er ihn freisprach. Daher heißen die Uelzer bis zum heutigen Tag "Uhlenköper", also Eulenkäufer.

Eine Bronze-Statue an der Marienkirche erinnert an diese Sage. Ein Reiben an der Münze der Statue und gleichzeitiges Klimpern des Kleingeldes in der Hosentasche soll dafür sorgen, dass man immer genug Geld hat. Die Münze ist daher hellblank gerieben.

[Bearbeiten] Notaufnahmelager Uelzen

An der Straße Bohldamm befand sich ein Lager für die Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten. Nach Kriegsende bis zum 31. März 1963 wurde aus diesem Lager ein Notaufnahmelager für Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten nach der Grenzöffnung von der DDR und Ostberlin. Viele Ost-Berliner, die im Zuge des Mauerbaus 1961 die nun geteilte Stadt Berlin verließen, wurden in das Uelzener Lager gebracht.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

[Bearbeiten] Politik

Blick über den Herzogenplatz auf das neue Uelzener Rathaus

Bürgermeister der Stadt Uelzen ist seit 2001 der Sozialdemokrat Otto Lukat. Bei der Wahl 2006 wurde er mit 69,9 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Stellvertretende Bürgermeister sind Jörg Firus (FDP) und Brigitte Struck (SPD).

Uelzen gehört zum Bundestagswahlkreis Celle-Uelzen. Direkt gewählt wurde 1998, 2002 und 2005 Peter Struck (SPD), bis 2005 Verteidigungsminister und heute Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Henning Otte (CDU) wurde 2005 über die Landesliste (Platz 19) gewählt.

[Bearbeiten] Rat der Stadt

Im Stadtrat sind seit der Kommunalwahl 2006 vertreten:

Ratsvorsitzender ist Ralf Munstermann (SPD). SPD und FDP bilden eine Gruppe (20 Mitglieder, Vorsitz Manfred Daum)

[Bearbeiten] Stadtverwaltung

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Theater

Das Hundertwasser-Musical von Rolf Rettberg mit Musik von Konstantin Wecker wurde 2004 im Theater an der Ilmenau aufgeführt. Insgesamt wurden die 71 Aufführungen von über 32.500 Zuschauern besucht.

In der Regel finden im „Theater an der Ilmenau“ Auftritte von Tourneetheatern statt, es waren aber auch schon zahlreiche aus Funk und Fernsehen bekannte Kabarettisten und Comedians zu Gast in der Stadt. Regelmäßig macht auch der bekannte "Theaterstadl" von Peter Steiner Station in Uelzen.

Die Uelzener Fußgängerzone am Sonntag

[Bearbeiten] Theater an der Rosenmauer

In der Innenstadt liegt das von Reinhard Schamuhn im Jahr 1987 gegründete, privat betriebene Theater an der Rosenmauer, auch Neues Schauspielhaus & Kreativer Speicher genannt. Schwerpunkte der Vorstellungen sind Kleinkunst und Kabarett, es finden aber auch musikalische Aufführungen statt. Im Juni 2006 schenkte die Besitzerin des Gebäudes, die Ärztin Dr. Anneliese Robby (* 1920), die heute in einem Seniorenheim in Bremen lebt, Schamuhn das Anwesen im Beisein eines Notars sowie von Vertretern aus Kultur und Politik.

[Bearbeiten] Musik/Treffpunkte

Die Stadt Uelzen veranstaltet alle zwei Jahre (in den ungeraden Jahren) den nach Friedrich Kuhlau benannten Internationalen Kuhlau-Wettbewerb für Nachwuchsflötisten. Der Wettbewerb wendet sich an Flötenensembles in verschiedener Zusammensetzung (zwei bis vier Flöten, Flöte/Klavier und zwei Flöten/Klavier), natürlich sind auch Soloflötisten/innen zugelassen.

Die jungen Teilnehmer – das Durchschnittsalter eines Ensembles darf 32 Jahre nicht überschreiten – spielen Werke verschiedener Komponisten vor einer internationalen Jury, wobei die Kompositionen des 1786 geborenen Friedrich Kuhlau den Schwerpunkt bilden.

Die Stadt besitzt eine Vielzahl von Musikkneipen und -cafés, darunter das Komma (am Schnellenmarkt), Die alte Ruine, das Hofinger, den Schlürffachhandel Unikum, das Schillers, sowie das LIFE, Schulles LIFE, das Mephisto, das Restaurant Gildehaus, den Club Fachwerk, das Plan B und die Discothek Luna im Industriegebiet. Im 2007 renovierten Stadtgarten am westlichen Teil der Altstadt befinden sich in einem Carée mehrere Restaurants, ein Café.

[Bearbeiten] Bauwerke

Frontansicht des Hundertwasser-Bahnhofs

Der ursprünglich wilhelminische Uelzener Bahnhof wurde im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 nach Vorstellungen und im Stil von Friedensreich Hundertwasser zum Hundertwasserbahnhof umgebaut.

Bemerkenswert sind außerdem die zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und Kapellen im Stadtbereich. Neben dem ältesten Gebäude, der ehemalige Klosterkirche Oldenstadt (romanische Feldsteinbasilika aus dem 12. Jahrhundert), sind hier vor allem die gotische Stadtkirche St. Marien (Weihe 1292) mit der gegenüberstehenden Propstei, die St. Marien-Kirche in Veerßen sowie die Heiligen-Geist-Kapelle (Anfang 14. Jahrhundert) und die Gertrudenkapelle (um 1511–13) zu nennen.

Nennenswerte Profanbauten aus dem Mittelalter sind das alte Rathaus (erbaut 1347; 1789/90 völlig umgestaltet) sowie die heutige Ratsweinhandlung, die um 1500 als Tanzsaal hinter dem Rathaus errichtet wurde. Qualitätvolle Bauten der Jahrhundertwende und des frühen 20. Jahrhunderts sind das wilhelminische Postamt (erbaut nach 1892) und die expressionistisch beeinflusste Schaumann´sche Villa in der Mühlenstraße (Architekt Adolf Wendhut). In seiner Geschlossenheit eindrucksvoll ist das Wohn-Ensemble in der Friedrich-Ebert-Straße, das sich um einen Friedrich-Ebert-Brunnen gruppiert (errichtet 1928).

Ratsteich (Aufstau der Ilmenau zur Verstärkung der städtischen Befestigung am Gudestor; erbaut 1643)

[Bearbeiten] Religionen

Neben der evangelischen Kirche (zu der auch die Stadtkirche St. Marien gehört) und der katholischen Kirche sind in Uelzen auch diverse Freikirchen vertreten. Dazu gehören beispielsweise zwei Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Baptistische Gemeinde, die SELK oder eine Freie-Christengemeinde.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Die Stadt ist historischer Verkehrsknotenpunkt für den Eisenbahnverkehr. Der Bahnhof Uelzen ist Haltepunkt der Intercitylinien Karlsruhe–Hannover–Celle–Uelzen–Lüneburg–Hamburg(– Binz) sowie in Tagesrandlage der ICE von/nach Frankfurt am Main, München und Hamburg. Einmal täglich verkehrt hier außerdem ein Eurocity auf der Strecke Hamburg–Uelzen–Stendal–Berlin–Krakau.

Ferner gibt es Verbindungen im Regionalverkehr über Soltau nach Bremen (Westabschnitt der Amerikalinie), über Gifhorn nach Braunschweig (Mühlenbahn) und nach Magdeburg über Stendal (Ostabschnitt der Amerikalinie). Letztere wurde wieder möglich, nachdem das nach der deutschen Teilung stillgelegte Teilstück Salzwedel–Wieren wieder aufgebaut wurde. Diese Neubaustrecke wird auch von einigen Zügen zwischen Hamburg und Berlin benutzt. Die Heidestadt ist außerdem Sitz der metronom Eisenbahngesellschaft, welche Nahverkehrsleistungen vor allem in Nordost-Niedersachsen anbietet. Von Uelzen aus werden mit dem metronom die Strecken Uelzen–Hamburg und Uelzen–Hannover–Göttingen betrieben. Durch den Umbau des Bahnhofs zum Hundertwasserbahnhof aus Anlass der EXPO 2000 wurde der Eisenbahnknotenpunkt auch überregional und international bekannt.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Uelzen liegt in der Mitte eines der größten nicht von Autobahnen erschlossenen Gebiete in Deutschland. Die A 39 ist seit vielen Jahren geplant; mit einer Realisierung vor 2015 wird jedoch nicht gerechnet. In der Region Uelzen gibt es sowohl Befürworter als auch Kritiker des Autobahnbaus.

Von Uelzen führt die Bundesstraße 4 über Gifhorn und Braunschweig nach Bad Harzburg und weiter nach Süden über den Harz nach Nordhausen. In der Gegenrichtung führt die Bundesstraße 4 über Bad Bevensen und Lüneburg nach Norden nach Hamburg. Ende 2003 wurde eine weiträumige Umgehungsstraße fertiggestellt, die von der alten Streckenführung südlich von Holdenstedt abzweigt, zwischen dem Stadtgebiet und dem Stadtteil Oldenstadt am Elbe-Seitenkanal entlang führt und im Norden der Stadt wieder auf die alte Trasse trifft. Aufgrund der hohen LKW-Belastung (Abkürzung zwischen den Wirtschaftsräumen Hamburg und Braunschweig-Wolfsburg-Magdeburg) war kurzzeitig die Einführung einer Mautpflicht im Gespräch. Seit dem Sommer 2006 ist die B4 für den Transitverkehr über 12 Tonnen gesperrt.

Nach Südwesten führt die Bundesstraße 191 über Eschede nach Celle. Nach Nordosten führt sie quer durch den Norden des Hannoverschen Wendlands nach Dannenberg, überquert auf der Dömitzer Elbbrücke die Elbe und verläuft weiter über Ludwigslust und Parchim bis nach Plau am See. Nach Osten führt die Bundesstraße 493 über Lüchow (Wendland) nach Schnackenburg (Elbe). Nach Westen führt die Bundesstraße 71 über Munster nach Soltau. Bei der BAB-Anschlussstelle Soltau-Ost kreuzt die B71 die Bundesautobahn A7. In der Gegenrichtung führt die B71 nach Salzwedel und weiter über Stendal nach Magdeburg.

[Bearbeiten] Luftverkehr

Uelzen besitzt in dem westlich gelegenen Dorf Barnsen einen Flugplatz. Neben der privaten Sportfliegerei wird der Platz auch von Geschäftsfliegern genutzt. Die nächstgelegenen Verkehrsflughäfen sind der Flughafen Hannover (rund 80 km) und der Flughafen Hamburg (rund 90 km).

[Bearbeiten] Schiffsverkehr

Von Bedeutung ist der Hafen Uelzen am Elbe-Seitenkanal mit einem Umschlag von mehr als 200 000 Tonnen pro Jahr. Die 'Schleuse Uelzen II' südöstlich der Stadt bei Esterholz wurde bis 2006 für 122 Millionen Euro erbaut und ist mit einer Hubhöhe von 23 Metern und einer Kammerlänge von 190 Metern eine der größten Sparschleusen Deutschlands. Sie kann im 24-Stunden-Betrieb von der Berufsschifffahrt genutzt werden. Auch die parallel bestehende 'Schleuse Uelzen I' mit 185 Metern Kammerlänge ist aufgrund des zeitweise hohen Verkehrsaufkommens weiterhin in Betrieb.

[Bearbeiten] ÖPNV

Die Stadtwerke Uelzen betreiben im Stadtgebiet ein aus vier Linien bestehendes Stadtbusnetz. Über eine mögliche Eingliederung in den Hamburger Verkehrsverbund wurde mehrfach nachgedacht, aufgrund der hohen Kosten aber nicht realisiert. Neben Einstiegskosten in Höhe von über einer Million Euro wären jährliche Kosten von 500.000 bis 700.000 Euro aufzubringen (Stand: 2007/08). Weiterhin könnte Uelzen auch an das Netz der Regio-Stadtbahn Braunschweig angeschlossen werden, welches ab 2012 in Betrieb gehen soll. Allerdings sind auch für dieses Projekt hohe Investitionsaufwendungen für Stadt und Kreis Uelzen notwendig, weshalb die Umsetzung noch offen ist.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Blick auf die Zuckerfabrik

Die Kreisstadt mit knapp 35.000 Einwohnern ist Zentrum eines Umlandes mit rund 100.000 Bewohnern. Sie ist Teil der Metropolregion Hamburg. Als Zentrum eines Anbaugebietes agrarischer Produkte hat Uelzen eine herausragende Stellung im Bereich der Lebensmittelindustrie und des Dienstleistungsbereichs. Um diesen Kern haben sich weitere Branchen angesiedelt. Die Wirtschaftsstruktur wird von mittelständischen und kleinen Unternehmen dominiert und von Groß- und Zweigbetrieben von Konzernen ergänzt.

Von den 13.178 Beschäftigten (Stand Juni 2006) sind 6.062 im Dienstleistungsbereich, 3.295 im produzierenden Gewerbe und 3.426 im Handel, Verkehr und Gastgewerbe tätig. Der Landkreis Uelzen ist von der Europäischen Union zur Ziel-1-Region erklärt worden, um die Ansiedlung und die Entwicklung von Wirtschaftsunternehmen zu erleichtern. Kreis und Stadt Uelzen sind Teil der Metropolregion Hamburg. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung arbeiten Ballungsgebiet und ländliche Region eng zusammen, um Infrastruktur und Informationsfluss zu verbessern, Unternehmensansiedlungen zu fördern und gemeinsam Märkte zu erschließen.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Medien

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Uelzen ist Standort

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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