Das Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur wurde vom Maler Friedensreich Hundertwasser (eigentlich Friedrich Stowasser) am 4. Juli 1958 in der Abtei Seckau vorgetragen und 1959 und 1964 mit Ergänzungen versehen. In dieser grundsätzlichen Stellungnahme gegen den Rationalismus und Funktionalismus des modernen Bauens und seinen Kult des rechten Winkels entwickelt Hundertwasser erstmals seine grundsätzliche alternative Bauphilosophie, die an der „guten Kurve“, am Ornament, an ökologischer Einbindung in die Natur, an Buntheit und Vielfalt der Fassaden orientiert ist, und auch Bewohnermitgestaltung im Streben nach „Schönheit“ einfordert.
Die spätere Bautätigkeit des Künstlers ab dem Hundertwasserhaus in Wien (die allerdings stets unter prominenter Mitwirkung von Architekten erfolgte), kann aus den ideellen Vorgaben des Verschimmelungsmanifests erklärt werden. Kritisch eingewendet wird meist eine gewisse Vergangenheitszugewandtheit Hundertwassers und sein vorrangiges Interesse an der Oberflächengestaltung der Bauwerke (Fassadismus). Auch taucht der Vorwurf des Populismus und der Jahrmarktsästhetik auf. Hundertwasser, der laut Verschimmelungsmanifest den Fassadenschmuck der Gründerzeit ebenso schätzte wie die Architektur der Außenseiter (Watts Towers, Palais ideal des Ferdinand Cheval etc.), tendierte dazu, diese Vorwürfe zu akzeptieren und den Vorhalt, er sei ein „Behübscher“, als Ehrentitel zu interpretieren.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."